[C]
- Kapitalkostenanteil
- Investitionsaufwand
- Wachstumsrate des Investitionsaufwandes
- Kapitalkostensatz
- Geldmittel
- Liquiditätsgrad
- Sicherheitsquote („Cushion Ratio”)
[E]
[F]
[I]
[L]
[R]
[W]
Jährlicher Kapitaldienst
Bestimmt den Anteil von Fremdkapital in einem Krankenhausunternehmen. Summe des kurzfristigen Anteiles am Gesamtzinsaufwand(für langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten).
Durchschnittsalter der Anlage
Messgröße des Durchschnittsalters der Sachanlagen eines Krankenhauses in Jahren. Niedrige Werte deuten auf eine Einrichtung neueren Datums hin und damit auf eine geringere Notwendigkeit kurzfristiger Ersatzbeschaffungen. Das Durchschnittsalter der Anlage steht meist stellvertretend für künftige Investitionen –je höher das Alter, desto höher ist die zukünftige Investition.
Kapitalkostenanteil
Messgröße für die Kapazität oder Größe eines Krankenhauses. Die Gesamtsumme der kapitalabhängigen Betriebskosten (zum Beispiel Abschreibungen, Zinsen und Anlagen-Leasing) wird als Prozentanteil des gesamten Betriebsaufwandes ausgedrückt.
Investitionsausgaben
Bestimmt andere Kennziffern, die die Finanzkraft und Investitionsquote eines Krankenhauses aufzeigen. Investitionsausgaben werden über mehrere Perioden verteilt und dem sonstigen Aufwand für die Nutzung von Anlagegütern hinzugerechnet.
Wachstumsrate der Investitionen
Eine Messgröße für die Intensität, mit der ein Krankenhaus in seine Anlagen und Geräte investiert. Dieser Prozentanteil kann im Laufe der Zeit nach den Schwankungen des Investitionsaufwandes stark variieren. Hohe Werte für diese Messgröße deuten auf ein aktives Investitionsprogramm für Neu– und Ersatzbeschaffungen hin.
Kapitalkostensatz
Bietet eine wichtige Messgröße des leistungswirtschaftlichen Risikos. Da sowohl Zinsen als auch Abschreibungen als Fixkosten angesehen werden, würde ein hoher Kapitalkostensatz eine stärkere Abhängigkeit gegenüber Umsatzveränderungen aufzeigen. Umsatzsteigungen sollten zu Rentabilitätssteigerungen führen, während bei Krankenhäusern mit hohem Kapitalkostensatz Umsatzrückgänge die Gewinnabnahmen verstärken würden.
Liquide Mittel
Bestimmt Liquiditätsquoten. Durch die Unternehmensführung frei verwendbare Geldmittel und kurzfristige Anlagen.
Liquiditätsgrad
Verhältnis liquider Mittel im Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Eine weit verbreitete Messgröße für die Liquidität. Eine Steigerung dieses Wertes zeigt eine positive Tendenz auf.
Sicherheitsquote („Cushion Ratio”)
Bemisst das Verhältnis zwischen dem Gesamtkapitaldienst, also Zins und Tilgung, und den gesamten Finanzanlagen im Umlauf- als auch dem Anlagevermögen. Ein hoher Wert würde aufzeigen, dass ein Krankenhaus weniger wahrscheinlich mit Schuldendienstzahlungen in Verzug gerät, da es über genügend Liquiditätsreserven verfügt, um seinen erwarteten Verpflichtungen nachzukommen. Ein Wert von beispielsweise sieben würde zum Beispiel bedeuten, dass das Krankenhaus über Liquiditätsreserven verfügt, die seine jährlichen Schuldendienstverpflichtungen um das Siebenfache übersteigen.
Kapitaldienstdeckung
Misst die gesamte Kapitaldienstdeckung (Zinsen plus Kapital) gegen über den jährlich zur Verfügung stehenden Mitteln zur Deckung des Kapitaldienstes. Lässt positiven oder negativen Cashflow im Zusammenhang mit Bilanzveränderungen (zum Beispiel zum Abbau von Außenständen) außer Acht. Höhere Werte weisen auf eine bessere Schuldentilgungsfähigkeit hin.
Abschreibungssatz
Misst den Satz, zu dem eine Organisation ihre Sachanlagen abschreibt. Ein Satz von 5 Prozent bedeutet, dass die durchschnittliche Lebensdauer der abschreibungsberechtigten Anlagen der Organisation 20 Jahre beträgt. Steigt dieser Satz an, bedeutet das häufig, dass der Bestand der Organisation an abschreibungsberechtigten Anlagen durch neuere Anlagen erweitert wurde. Die Sätze variieren je nach der Lebensdauer, die den unterschiedlichen Anlagen zugeordnet wurde.
Tage der verfügbaren liquiden Mittel („Days Cash on Hand”)
Bemisst die Anzahl der Tage, die das Krankenhaus Ausgaben durchschnittlicher Höhe in bar oder kurzfristigen Finanzanlagen tätigen kann. Messgröße der Gesamtliquidität, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Eine steigende Tendenz ist positiv.
EBITDA oder EBIDA
EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird bei gewinnorientierten Organisationen und EBIDA (Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen) bei gemeinnützigen Organisationen zur Messung des Cashflows angewandt.
Umsatz aus Anlagevermögen
Indikator der betrieblichen Leistung. Umsatz dividiert durch Sachanlagen.
Zinsdeckung
Bestimmt das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital. Die Nettozinsdeckung bestimmt sich aus den für den Kapitaldienst verfügbaren Nettomitteln geteilt durch den Zinsaufwand.
Investment Grade Rating
BBB– und darüber. Bewertungen darunter sind nicht für Investitionen zu empfehlen. Investitionen unterhalb der Empfehlung werden auch mit „spekulativ” oder sogar mit „Schrott” umschrieben.
Verhältnis langfristiger Schulden zur Börsenkapitalisierung
Höhere Werte bei dieser Quote deuten auf eine größere Abhängigkeit von Fremdfinanzierung hin und können eine geringere Fähigkeit zur Aufnahme weiterer Schulden ausdrücken. Eine abnehmende Tendenz ist positiv.
Gesamtkapitalrendite
Als weitere Messgröße der Rentabilität nützlich. Bemisst den Überschuss abhängig von der Summe der Vermögenswerte, die zum Erreichen des Überschusses benötigt werden. Eine einfache Gleichung für die Gesamtkapitalrendite ist der Nettogewinn geteilt durch das Gesamtkapital.
Eigenkapitalrendite
Ein ökonomischer Indikator, der die Fähigkeit eines Krankenhauses zu einer Neuinvestition in Anlagen und Geräte ohne eine übertrieben große Neuverschuldung bemisst. Eine Steigerung deutet auf eine positive Tendenz.
Working Capital
Kann positiv oder negativ sein. Steigende Beträge des positiven Working Capital ermöglichen einem Krankenhaus die Finanzierung von Erweiterungen, Sanierungen und anderen Ausgaben.


